6 Tipps: Herausragende Texte mit KI schreiben lassen

Du möchtest gerne mithilfe von Künstlicher Intelligenz herausragende Texte erstellen (lassen)? Hier bekommst du 6 Tipps wie du deine Texte vom Augengraus zum Augenschmaus verwandelst.

Künstliche Intelligenz kann nämlich super beim Schreiben zu unterstützen. 

Aber… Einfach reinschreiben „Mach mir mal einen Text“ und hoffen, dass am Ende ein Pulitzer-Preis rauspurzelt, funktioniert halt nicht. Zumindest noch nicht.

Trotzdem: Wer weiß, wie man mit KI umgeht, kann Texte erstellen, die nicht nur gut klingen, sondern echten Mehrwert liefern.

Ich persönlich nutze ChatGPT sehr gerne, aber natürlich lässt sich das auch auf Gemini, Claude, Jasper und wie sie noch alles heißen übertragen.

6 Tipps: Herausragende KI-Texte

Das Wichtigste Im Überblick

  • Je konkreter, desto besser: Präzise Prompts mit Kontext, Zielgruppe und Beispielen liefern die besten Texte.

  • Rollen vergeben: Als SEO-Texter, Storyteller oder Professor schreibt die KI völlig unterschiedlich.

  • Iterativ arbeiten: Erste Version nie übernehmen – Schritt für Schritt verbessern.

  • Tools kombinieren: ChatGPT plus andere KI- oder SEO-Tools steigern die Qualität deutlich.

  • Best Practices nutzen: Aktive Sätze, klare Sprache, kurze Absätze und Beispiele machen Texte lebendig.

  • Eigene Handschrift zeigen: Persönliche Erfahrungen, Meinungen und Humor geben dem Text Seele.

1. Je konkreter, desto besser

Die Qualität deiner KI-Texte steht und fällt mit der Qualität deines Prompts.

Wenn du einfach schreibst: „Schreib mir einen Blogartikel über Social Media Marketing.“

Dann bekommst du einen Text, der du im Grunde gleich wieder löschen kannst: „Social Media Marketing ist wichtig, weil viele Menschen Social Media nutzen. Unternehmen sollten Social Media Marketing machen, um ihre Reichweite zu erhöhen.“ Klingt jetzt nicht so überragend.

Was stattdessen funktioniert: Konkret sein.

Ein Beispiel aus meiner Praxis:

„Schreibe einen 1.200-Wörter-Blogartikel über Social Media Marketing für kleine lokale Unternehmen, die kein großes Budget haben. Der Text soll praxisnah sein, Tipps enthalten, die sofort umsetzbar sind, und in einem freundlichen, leicht verständlichen Stil geschrieben sein. Bitte gliedere den Artikel in 5 Hauptabschnitte und nutze Beispiele wie Restaurants oder Handwerksbetriebe.“

Ergebnis: Der Text ist sofort näher an meiner Zielgruppe. Er hat Struktur, und er enthält relevante Beispiele.

Ist der zweite Prompt perfekt? Längst nicht. Aber er geht definitiv in die richtige Richtung!

Best Practice fürs Prompting:

  • Schreibe so, als würdest du einem (dummen) menschlichen Texter ein Briefing geben.

  • Liefere Kontext (Zielgruppe, Länge, Stil).

  • Nenne konkrete Beispiele, die eingebaut werden sollen.

  • Sage klar, was du nicht willst (z. B. „keine Fachsprache, keine Aufzählung von 20 Tools“). Hier allerdings aufpassen: Manche LLMs (Large Language Models) haben es nach wie vor nicht so mit Verneinungen.

👉 Faustregel: Je genauer du bist, desto besser wird dein Ouput üblicherweise. Und desto weniger musst du später nacharbeiten.

2. Gib der KI eine Rolle

Was auch noch wunderbar funktioniert: Der KI eine Rolle geben.

Ich nutze das ständig. Auch wenn man inzwischen häufig liest, dass das bei den neueren Modellen nicht mehr nötig ist: Gefühlt ist der Output dadurch trotzdem besser als ohne Rolle.

Beispiel gefällig?

Schreib etwa etwas in dieser Richtung: „Du bist ein erfahrener SEO-Texter. Bitte schreibe einen Artikel über E-Mail-Marketing, der Google gefällt, aber trotzdem leicht lesbar ist.“

Dann bekomme ich einen ganz anderen Output als bei: „Du bist ein erfahrener Storyteller. Erkläre E-Mail-Marketing in Form einer kleinen Geschichte, die Leser emotional abholt.“

Oder einen anderen Output als wenn ich überhaupt keine Rolle vergebe. Teste es gerne selbst einmal aus.

Meine Lieblingsrollen:

  • SEO-Texter mit mehr als zehn Jahren Erfahrung im Bereich der Suchmaschinenoptimierung

  • Autor mit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung im Schreiben mitreißender und lesenswerter Texte

  • Professor mit über fünfzehn Jahren Erfahrung im Bereich der XY

Best Practice: Wenn du dir unsicher bist, probiere mehrere Rollen nacheinander aus und vergleiche die Ergebnisse. Oft kommt erst beim dritten (oder vierten) Versuch genau der Output raus, den du haben willst.

3. Arbeite iterativ beim Prompten

Viele machen den Fehler, die erste Antwort der KI als Endprodukt zu betrachten. Einmal eingetippt, fertig! Dann noch Strg + C. Passt!

Aber seien wir ehrlich: Ein guter Text entsteht nie beim ersten Versuch. Weder bei menschlichen Textern noch bei Large Language Models (LLMs).

Mein Workflow sieht meist so aus:

  1. Erste Version: Ich lasse mir eine Outline oder einen Rohtext erstellen.

    • Prompt: „Erstelle eine detaillierte Gliederung für einen 1.200-Wörter-Artikel über Nachhaltigkeit im Online-Shopping.“

  2. Feedback geben: Ich erwähne, was mir gefällt und was fehlt.

    • „Bitte baue mehr praktische Tipps ein, weniger Theorie. Füge konkrete Beispiele von Online-Shops hinzu.“

  3. Abschnitte ausbauen: Ich nehme die Gliederung und lasse jeden Punkt einzeln ausformulieren.

    • Prompt: „Bitte schreibe den Abschnitt 3 (Lieferketten nachhaltiger gestalten) ausführlich mit 300 Wörtern und gib Praxisbeispiele.“

  4. Feinschliff: Ich lasse Übergänge glätten, Überschriften optimieren oder bestimmte Abschnitte „leichter“ umformulieren.

Ergebnis: Der Text liest sich organisch, wirkt wie von Hand geschrieben, aber ich habe viel Zeit gespart.

Dafür muss ich manchmal etwas am Prompt nachjustieren. Oder das Ergebnis mehrfach durchlaufen lassen.

👉 Mein Learning: Je mehr Dialog du mit der KI führst, desto besser wird das Endprodukt. Also nicht schon den ersten Entwurf direkt blind übernehmen.

4. Kombiniere mehrere Tools miteinander

Den nächsten Tipp habe ich selbst ehrlicherweise eher selten ausprobiert, allerdings haben in meinem Umfeld viele sehr gute Erfahrungen damit gemacht: Mehrere KI-Tools miteinander kombinieren.

Die Sache ist folgende: So genial ChatGPT (inzwischen oder hin und wieder) ist: Da ist trotzdem immer noch Luft nach oben.

Viele schwören daher darauf, einfach verschiedene Tools miteinander zu kombinieren.

Lass dir also gerne einmal einen Text mit ChatGPT generieren, den du dann in Gemini wirfst und von diesem LLM aufpolieren zu lassen. Um es dann von Claude endgültig veredeln zu lassen.

Meine Erfahrung hier hält sich – wie erwähnt – in Grenzen, aber einen Versuch ist es definitiv wert.

5. Best Practices fürs Schreiben nutzen

Nun haben wir einen der aus meiner Sicht wichtigsten Punkte für einen herausragenden Text-Output von LLMs: Das Handwerk des Schreibens.

Denn selbst der beste Prompt nützt nichts, wenn der Text am Ende wie ein Gesetzbuch klingt.

Hier meine Regeln, die ich auch bei KI-Texten immer anwende:

  • Aktive Sprache: „Wir helfen Kunden“ ist stärker als „Den Kunden wird geholfen.“

  • Kurze Sätze: Lieber 12–15 Wörter pro Satz statt endloser Nebensatzmonster (aber nicht nur).

  • Einfache Wörter: „anfangen“ statt „initiieren“, „kaufen“ statt „akquirieren“.

  • Starke Verben statt schwacher Substantive: „Wir verbessern Texte“ statt „Wir machen eine Verbesserung der Texte.“

  • Absätze und White Space: Niemand will Textwände lesen. Kurze Absätze = bessere Lesbarkeit.

  • Normale Verben statt Modalverben: „Wir helfen Ihnen“ ist viel schöner als „Wir können ihnen helfen.“
  • Konkrete Beispiele: Abstrakte Aussagen wirken trocken. Mit Beispielen wird’s greifbar.

Ein Vorher-Nachher-Beispiel aus einem KI-Text:

  • Rohversion:
    „Die Implementierung einer klar strukturierten Content-Strategie kann signifikante Auswirkungen auf die Markenbekanntheit und die Kundenbindung haben.“

  • Überarbeitet:
    „Eine gute Content-Strategie sorgt dafür, dass mehr Menschen deine Marke kennen, und ihr auch treu bleiben.“

Also… Wem beim ersten Output nicht die Augen bluten… Die zweite Version klingt einfacher, verständlicher, menschlicher. Oder kurz: Besser!

Und genau da kommt KI ins Spiel: Du kannst sie bitten, Texte zu vereinfachen, lesbarer zu machen oder in „Klartext“ zu übersetzen. Prompt-Beispiel:

„Formuliere diesen Absatz bitte in klaren, aktiven Hauptsätzen, leicht verständlich für Leser ohne Fachwissen, nutze aktive Sätze statt passiver Sätze, starke Verben statt Adjektiven oder Substantivierungen, gib konkrete Beispiele.“

So wird dein Output direkt viel besser, glaub mir.

6. Persönliche Handschrift einfließen lassen

Egal, wie gut die KI und Large Language Models mittlerweile sind: Wenn du den Text einfach so übernimmst, klingt er oft generisch. Fast wie eine gute, aber etwas zu glatte Wikipedia-Version.

Lieblos. Seelenlos. Und damit einfach nur Mittelmaß.

Damit Leserinnen und Leser das Gefühl haben, dass du hinter dem Text stehst, brauchst du deine Handschrift:

  • Persönliche Erfahrungen einbauen
    „Ich habe ChatGPT drei verschiedene Versionen schreiben lassen. Und erst die dritte war brauchbar.“

  • Eigene Meinung zeigen
    „Ich finde, zu viele KI-Texte klingen wie Hausarbeiten. Das ist verschenktes Potenzial.“

  • Humor und Sprachfarbe nutzen
    Kleine Floskeln, ein Augenzwinkern, vielleicht eine Metapher. Das macht Texte menschlich.

Praxis-Tipp: Nimm den KI-Text als Grundlage, markiere die Stellen, an denen es trocken wirkt, und füge dort persönliche Beobachtungen oder Beispiele ein. 

Schon klingt es nach dir. Und nicht (nur) nach einer Maschine.

6 Tipps für bessere KI-Texte

Abschließende Worte: Mit KI Texte schreiben (lassen)

Texte mit KI zu erstellen ist keine Abkürzung (zumindest nicht nur), sondern eher ein neues Handwerk.

Die Tools liefern dir Rohmaterial, aber du bist es, der den Text formt, schärft und ihm Leben einhaucht. Oder solltest es jedenfalls sein!

Je klarer dein Prompt, je besser deine Struktur und je stärker deine persönliche Handschrift, desto mehr entwickelt sich aus einem KI-Text etwas, das wirklich wirkt. Und gerne gelesen wird.

KI ersetzt also nicht dein Denken, sondern verstärkt es. Sie ist eher eine Art Sparringspartner, Ideengeber und Turbo für deine Content-Produktion.

Aber am Ende gilt: Die besten Texte entstehen dann, wenn Technik und Persönlichkeit zusammenkommen.

Denn nur dann spüren Leserinnen und Leser wirklich, dass da jemand schreibt, der nicht nur „Content produziert“, sondern echte Geschichten und Mehrwert teilt. Statt einem Haufen Müll.

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Hey, ich bin Matt Pülz

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Matt Pülz

Seit März 2022 bin ich als SEO Consultant bei den Wingmen aus Hamburg tätig.

Zu meinen Hobbys zählen Schreiben, Zeichnen, Fußball spielen und Bloggen. Daneben beschäftige ich mich gerne mit KI.

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